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Seit der Jahrhundertwende geht es mit den bekannten Warenhäusern bergab – oder anders formuliert, die Warenhauskrise ist in vollem Gange. Seit einigen Jahren macht sich bei uns ein komisches Gefühl breit – man wird zum Zeuge eines langsamen Todes.

Neckermann ist tot, Arcandor ist insolvent und mir ist auch schon ganz schlecht.

Ja okay, Quelle ist heute eine Otto Tochter, auch die Neckermann Namensrechte liegen heute bei Otto. Und Karstadt wurde ja 2010 wiederverkauft, für immerhin einen Euro.

Und jetzt wird Kaufhof, durch Karstadt übernommen…das ist doch ein komisches Signal. Ich denke, die Warenhäuser sterben und vergrößern sich nicht, oder hat da jemand einen großen Schritt vor?

Um das korrekt auszuschreiben hält, nach aktuellen Meldungen, die Signa Holding (Karstadt Mutter) 50,01 Prozent Anteile am neuen Unternehmen.

Naja, die neuen Online-Shops von Kaufhof laufen ja gar nicht schlecht – und natürlich ist eine Online-Präsenz heute enorm wichtig!

Geichzeitig ist der Markt auch schon sehr dominiert und ein gut laufender Shop ist noch keine wirkliche Waffe gegen Amazon und Co.

Denn das Prinzip  „Wir haben alles und auch noch unter einem Dach“ lässt sich nicht so einfach in unser World Wide Web verlagern.

Es ist nicht einfach einen Platz nebst unseren Giganten wie Amazon, Otto, Ebay und Zalando zu finden. Gut, bisher hört man auch nur an jeder Ecke „Der Einzelhandel stirbt aus und mit ihm die Innenstädte“

Aber wie ist es denn tatsächlich, oder wie könnte, die Zukunft unserer Warenhäuser aussehen? Bzw. gibt es die Zukunft überhaupt noch?

Aus unserer Sicht braucht es schon mal keine zwei großen Kaufhäuser in den Fußgängerzonen der deutschen Städte. Vermutlich können viele Kunden auch gar nicht zwischen Kaufhof und Karstadt unterscheiden, oder?  Das wiederum spricht dann ja für die Übernahme durch Karstadt.

Es gibt ja auch keine Alleinstellungsmerkmale – dann lieber mehr Ladenvielfalt und spitzere Angebote für den deutschen Einzelhandel.

Aber nichts desto trotz ist der Raum ja schließlich da und schauen wir mal so drauf, dass wir den Einzelhandel nicht sterben lassen wollen, dann könnte nichts Schlimmeres passieren, als einen leeren Raum mitten in der Fußgängerzone. Eine tolle Möglichkeit wäre die Nutzung der Räume völlig zu überdenken – die sogenannten Hybrid Spaces einzuführen.

Wenn wir den Raum neu verteilen, aufgeteilt auf z.B. PopupStores, Gastronomie, Dienstleistungsangebote und damit verbundene Erlebnisse, wäre das aus unserer Sicht ein Wahnsinns Schritt in die richtige Richtung.

Die Frage ist doch „Warum kommen noch Menschen in die Stadt?“ und nicht „Warum kommt keiner?

Viele Menschen, glauben wir, brauchen immer was zu tun und wollen was erleben. Parallel dazu gibt es einfach auch Sachen, die gehen nur analog, wie der Friseurhaarschnitt oder die künstlichen Fingernägel bei unseren pubertierenden Töchtern.

Wenn wir es schaffen, das alles zu kombinieren, in einem Haus unterzubringen und die Leute so zu locken, dann funktioniert auch wieder das Prinzip „Alles unter einem Dach“ und der Einzelhandel hat wieder eine echte Chance. Auch wenn’s ein Einzelhandel 2.0 wird.

Unser Fazit:  das Ende des Einzelhandels, so wie er „schon immer“ lief ,bietet genau so viel Positives wie Negatives. Der Wandel ist in vollem Gange und wir wollen aktiv mitgestalten oder besser mitwandeln.

Sie auch? Wir sind jederzeit gerne bereit persönlich bei einem Kaffee oder einem Glas Wein darüber zu sprechen und gemeinsam Ideen zu entwickeln.